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Rundschreiben September 2021

14. Dezember 2021
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Ein herzliches DANKESCHÖN
26. Februar 2021

Rundschreiben September 2021


Liebe Vereinsmitglieder, liebe Rumänienfreunde,

Frau Magda Voinea war jetzt 10 Tage lang bei uns in Bayreuth zu Gast. Wir haben viel von ihr über die Situation in Rumänien und speziell über das Leben der Kinder/Jugendlichen in den Kinderwohnungen in Iasi erfahren.

Zunächst das Positive: Das Ferienlager war für die 30 Kinder und die 3 Begleitpersonen ein voller Erfolg. Obwohl er nach der überraschenden Genehmigung so schnell organisiert werden musste. Die vielen Fotos, die Frau Voinea mitgebracht hat, geben davon ein gutes Zeugnis. Es hat ganz offensichtlich allen viel Spaß gemacht und gut getan. Ganz herzlichen Dank an alle, die durch ihre Spenden zum Gelingen beigetragen haben. Allerdings konnten wir nur etwa die Hälfte der Kosten durch diese speziellen Spenden decken, den Rest haben wir von den laufenden Ausgaben vorgeschossen.

Einige Zahlen: Für Verpflegung stehen pro Kind und Tag 3,60 € zur Verfügung. Für Kleidung, Schulmaterial etc. gewährt der Staat 105,- € pro Kind und Jahr, dazu für Hygieneartikel 54,- € pro Jahr und Kind, egal für welches Alter, auch für die Student*innen oder die in Ausbildung Stehenden. Für Medikamente bezahlt der Staat je nach Bedarf und Verordnung durch den Hausarzt. Treten Notfälle, wie etwa eine Operation auf, oder wird eine Brille oder ein Hörgerät gebraucht, so interessiert das niemanden. Frau Voinea bestätigte mehrmals, daß die Kinder ohne die Unterstützung ihres „Fördervereines“, der mit unseren Geldern untermauert wird, nicht leben könnten. Eines ihrer häufigsten Wörter waren „trist, trist, trist“.

Eine Erzieherin, ein Erzieher mit Studium (etwa vergleichbar unseren Sozialpädagogen) verdient ca. 800,- € im Monat, mit geringerer Ausbildung je nach Alter ca. 500,- €. Diese Gehälter werden vom Staat übernommen. Für eine etwaige Renovierung einer der Wohnungen steht nichts zur Verfügung.

Frau Voinea berichtete auch über eine Familie mit 5 Kindern zwischen 2 und 14 Jahren wo vor kurzen die Mutter mit 38 Jahren gestorben ist und bat um Unterstützung, damit sie alle wenigstens mit dem Vater zusammenbleiben und überleben können. Ein einfaches Haus in ihrem Dorf, dessen Bau vom dortigen Pfarrer angestoßen wurde, muß noch fertig gestellt werden.

Die Coronasituation in Rumänien ist unübersichtlich, es werden nicht so viele Zahlen veröffentlicht wie bei uns, die wenigen Statistiken zeigen nach oben. Es gibt viele Impfgegner (erstaunlicherweise vor allem unter den Orthodoxen), aber „unsere“ Kinder sind alle geimpft und können dadurch dem kommenden Schuljahr relativ gelassen entgegensehen.

Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Sommerausklang, bleiben Sie gesund! Und vielleicht schauen Sie mal in Ihren Geldbeutel. Bitte! Danke!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Grillenbergers