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"Bist du gesund und reich, dann lindere
die Not der Kranken und Darbenden.
Bist du selbst nicht gefallen, dann hilf dem in seiner Not, der gefallen ist
und in Bedrängnis lebt. Bist du vergnügt, dann stehe dem Trostlosen bei; bist
du mit Gütern gesegnet, dann erbarme dich dessen, der im Unglück schmachtet.
Zeige dich Gott dafür dankbar, daß du zu denen gehörst, denen es gut geht, und
nicht zu denen , die der Wohltaten bedürfen, daß du nicht auf fremde Hände zu
schauen brauchst, sondern vielmehr andere auf die deinigen schauen."
Gregor von Nazianz (329-390)
An alle Menschen, die sich vorstehendem Text nicht verschließen!
Das Seminar in Neamt, das Ioan Mihoc als Priester und Direktor mit großem
persönlichen Einsatz leitet, bildet im Internatsbetrieb ca. 300 Schüler zwischen
15 und 20 Jahren aus. Sie leben dort in guter christlicher Gemeinschaft,
besuchen die täglichen Gottesdienste mit viel Gebeten und Gesang, sind äußerst
fleißig und strebsam und wissen die Ehre zu schätzen, hier lernen zu dürfen
(nur etwa ¼ der Bewerben können jedes Jahr aufgenommen werden).
In diesem Seminar werden die jungen Burschen in 4 Jahren auf das allgemeine,
staatliche Abitur vorbereitet und erhalten daneben eine erste theologische
Ausbildung, sodass sie, wenn sie nicht auf die Universität gehen wollen oder
können, bereits als "Hilfspfarrer" eingesetzt werden können. Sie können aber
auch jedes andere Studium ergreifen, sofern sie dafür die separaten
Aufnahmeprüfungen der Universitäten bestehen und das notwendige Geld aufbringen
können. Auch ein Lehrgang für Kantoren sowie eine Klasse für Kirchen- und
Ikonenmalerei ist angegliedert um eine gute Vorbereitung für eine weitere
Berufsausbildung zu schaffen.
Ioan Mihoc erzählte uns, dass gerade in seinem Seminar besonders viele arme
Schüler zusammenkommen, weil diese Schule dafür bekannt ist, dass die Aufnahme
streng nach Leistung erfolgt - und nicht nach Ansehen der Eltern und/oder
Schmiergelder, wie leider andernorts üblich. Auch Schüler, die das Wohn- und
Verpflegungsgeld nicht bezahlen können, werden aufgenommen.
Aber wovon soll das alles bezahlt werden? Essen, Heizung, Reparaturen am Haus,
Bücher, Schulmaterial, Fahrkarten zur An- und Abreise, evtl. Arztkosten, und
und und …?
Das Seminar unterhält eine Landwirtschaft mit Schafen, Kühen, Schweinen und
etwas Kartoffel- und Gemüseanbau. Die Schüler arbeiten dort mit, z.T. auch noch
in den Ferien. Wer nicht heimfahren kann, hat die Möglichkeit hier einen Teil
der Internatskosten "abzuarbeiten".
Schon mit einer Spende von 30 bis 50 € pro Monat, so sie denn regelmäßig kommt,
könnte man einen großen Beitrag zur Ausbildung und Lebenshaltung dieser jungen
Männer leisten. Die Gaben können für das Seminar im Allgemeinen sein
(ausschließlich humanitäre Hilfe für die Schüler) oder wir können Patenschaften
vermitteln, falls jemand lieber einen ganz bestimmten Schüler unterstützen und
mit ihm Kontakt aufnehmen möchte. Oft genug unterstützen diese dann auch noch
von der monatlichen Zuwendung aus Deutschland ihre Familien zuhause.
Sie können Ihre Spenden überweisen auf das Konto der Lutherkirche Bayreuth,
Stichwort: Rumänienhilfe (Bis 200 Euro gilt der Überweisungsschein als
Spendennachweis. Für größere Beträge senden wir eine Spendenbescheinigung zu).
Kto.-Nr. 204 630 0 (BLZ 770 697 46) Raiffeisenbank Emtmannsberg
Dort wird das Geld gesammelt. Fahren wir nach Rumänien oder haben wir einen
zuverlässigen Boten gefunden, geht das Geld zu 100% nach Neamt. Direktor Mihoc
wacht persönlich über die Verteilung an die Patenschüler bzw. den Umgang mit
dem Geld im Seminar.
Auch die 80 Jugendlichen (14-21 Jahre) im Kinderheim in Iassi zählen wir zu
unseren Schützlingen. Wir haben sie sozusagen geerbt vom jetzt aufgelösten
Rumänienhilfeverein Leipzig. Seit unseren ersten Kontakten mit diesem Heim
1994 hat sich viel verbessert dort und vieles macht einen sehr guten und
geordneten Eindruck. Die Jugendlichen leben in 10 über das Stadtgebiet
verstreute Wohnungen mit jeweils 3 ErzieherInnen (eine pro 8 Stunden).
Sie wirtschaften jetzt weitgehend selbst, planen, kaufen ein und kochen unter
Anleitung möglichst wie in einer richtigen Familie. Dank aufmerksamer
ErzieherInnen gibt es zur Zeit keine Probleme mit Alkohol, Rauchen oder
Prostitution. Nur das Geld vom Staat reicht halt vorne und hinten nicht:
Medikamente (zur Zeit sind 10 Kinder ständig in ärztlicher Betreuung),
Untersuchungen, Computertomographien etc., dazu Reparaturen an den Wohnungen
(z.B. im Jahr 2008 neue Eingangstüren, Duschkabinen, Laminatböden) oder
Fördermaßnahmen für einzelne Kinder können nur aus Spenden bezahlt werden.
Die Direktorin Frau Voinea liefert immer eine sehr detaillierte Abrechnung.
Unsere Aktion "Erntedank im Schuhkarton" sollte unbedingt fortgeführt werden.
Zu Weihnachten bekommt jeder der Jugendlichen dann davon ein Päckchen unter
den Christbaum gelegt.
Ein drittes Anliegen sind uns die immer wieder bei uns eintreffenden Bitten
einzelner Familien um Hilfe, vor allem für ärztliche Leistungen. Ein soziales
System ist in Rumänien praktisch nicht vorhanden. Woher sollen z.B. die 2000 €
für eine Hüftoperation genommen werden, wenn selbst ein "Studienrat" am Seminar
im Monat nicht mehr als 300 € verdient? Oder wovon soll die Witwe Cretu in
araul Mare leben, wenn von den 40 € Rente schon ein großer Teil für den
elektrischen Strom (dort alles EON - und die langen kräftig zu) aufgebracht
werden muss?
Da Ioan Mihoc auch Gemeindepfarrer ist, erfährt er oft von Notlagen. In der
Kirche um Hilfe zu bitten, ist sowieso immer die letzte Möglichkeit für die
Leute, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Und wer selbst einmal dieses an schönen Landschaften, unberührter Natur und
Kulturerbe (Moldauklöster) reiche Land besuchen will: es liegt nur 2
Flugstunden von Deutschland entfernt, sozusagen vor der Haustüre. Hotels,
Pensionen oder Gästehäuser der Klöster sind inzwischen auch auf einem guten
Standard angekommen. Wir organisieren jährlich Studienreisen von ca. 10 Tagen
dorthin. Kommen Sie doch mit! Näheres siehe unter "www.rumaenien-ferien.de".
Für die Oekumenische Rumänienhilfe Lutherkirche:
Waltraud und Gerhard Grillenberger, Rübezahlweg 17, 95447 Bayreuth
Tel.: 0921- 73 86 73 4 oder www.rumaenienhilfe-bayreuth.de
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